Der Urgrund und der Mensch als eine Erscheinungsform

Der Urgrund allen Seins drückt sich als riesengroßer lebendiger Gesamtorganismus (Kosmos) in unendlich vielen Erscheinungsformen aus, die alle aufeinander bezogen sind - es gibt nichts Unbelebtes, nichts Abgetrenntes. Der Gesamtorganismus mit und in all seinen Erscheinungsformen antwortet auf alles, was geschieht, aus sich heraus, aus dem Prinzip des Lebendigen heraus und mit dem Fokus auf das Leben.

Hieraus ergibt sich das Wachsen und Gedeihen, Werden und Vergehen aller Erscheinungsformen.

Der Mensch ist eine dieser Ausdrucksformen. Er ist Teil und damit Ausdruck des Unendlichen und bezogen auf Alles, was mit ihm innerhalb des großen Gesamtorganismus existiert. Seine Gabe ist, sich selbst wahr zu nehmen, sich zu verorten und aktiv teil zu nehmen an der Entfaltung des Ausdrucks des Urgrundes.

So entfaltet er sein wahres Wesen und nimmt die Weite und Freiheit des Lebendigen wahr.

Die Gabe des Bewußtseins und der Rationalität ermöglicht es dem Menschen sich illusionär von dem Gesamtorganismus auszuschließen. Er verschließt sich auf diese Weise, der dem Organismus innewohnenden Lebensenergie und muß sich nun – vermeintlich - die Energie von außen zuführen. Wir bezeichnen es als die Aneignung fremder Lebensenergie.

Die Zucht von Tieren und die Ausbeutung des Menschen gehen dabei Hand in Hand. Das ist kein reiner Gewalt-Prozess sondern eine Schaffung von Machtraum. Er gelingt dadurch, dass der Mensch vom selbständig handelnden Subjekt zum Objekt einer Gesellschaft wird. Es führt zur Ausbeutung des Lebens in allen Formen, die sich in der heutigen Zivilisation zeigen und als Fortschritt umgedeutet werden. Die Gesellschaft lebt in der Illusion der ständigen Höherentwicklung, hin zu dem imaginären Ziels der Vollkommenheit, der Erlösung, dem Paradies oder goldenen Zeitalter. Es ist die Verkehrung des Lebens-Prinzips, dass keine zwanghafte Höherentwicklung sondern eine Entfaltung ist.

Der Gesamtorganismus antwortet auf diese Verkehrung mit seinem immer wirkenden Lebensprinzip. Der Mensch könnte es erkennen und die Entscheidung treffen, sich darauf einzulassen und damit seine illusionäre Abtrennung beenden.

Dann kann er das Lebendige wieder in seiner Fülle erfahren.

 

Sich eingewoben wissen in den gesamten Makro-Organismus “Kosmos“, der in seiner Gesamtheit Ausdruck des Urgrundes, des AllEinen ist, bewirkt im Menschen das tiefe Empfinden des Beheimatet seins.

Alle darin vorkommenden Erscheinungsformen sind organismisch aufeinander bezogen - nichts existiert für sich allein und nur aus sich heraus. Dieses Alles aufeinander bezogen sein erfährt der Mensch als die allumfassende Liebe des Urgrundes. Sein gesamtes Handeln ist Ausdruck dieser Verbundenheit.

Sich dessen bewußt zu sein, eröffnet uns die Möglichkeit auch uns selbst wieder als Organismus zu begreifen. Ein Organismus wird nicht von außen auf bestimmte Werte eingestellt, denn sie sind Ausdruck der im Organismus ablaufenden und von ihm selbst gesteuerten Prozessen.

Der Mensch in der Verkehrung hat sich selbst in seiner Illusion dieser Beheimatung beraubt - einsam und allein ohne jeglichen Halt, taumelt er durch seine Lebenszeit, überall lauernde Gefahren vermutend, gegen die er sich schützen muß - all seine Handlungen sind Ausdruck seiner Angst und führen zu Gewalt, Ausbeutung, Unterdrückung usw.

Das Trennende zwischen "sich verbunden wissen" und dem "diese Verbundenheit nicht wahrnehmen" ist – nur - Illusion. Kein Wesen, nichts Existierendes, kein Tier, keine Pflanze, kein Stein kann jemals aus diesem Organismus “herausfallen“! Alles ist und bleibt Ausdruck des AllEinen.

Mit unserer menschlichen Ratio allein ist das nicht fassbar! Dieses Denken ignoriert jegliche sinnvolle Aktivität eines Organismus, der aus sich heraus auf die jeweiligen Bedingungen antwortet, d.h. das Lebendige, das Sein wird nicht als solches wahr genommen.

Das Lebendige läßt sich nicht definieren, es drückt sich aus in allem, was existiert. Sein Wirken ist erfahrbar aber nicht durch die Ratio "errechenbar".

Deutlich gezeigt wird die Möglichkeit des Erfahren und Erfassen durch die Erkenntnisse und Entdeckungen auf drei Gebieten, die wir in den nachfolgenden Abschnitten - Organismus - Die Verkehrung - Erkennen von Mustern - vorstellen. 

Voraussetzung für dieses Erfahren und Erfassen ist das "frei sich bilden" für jeden Menschen.

 

Diese Themen werden nur kurz erläutert. Wer sich diese Bereiche grundsätzlich und umfassend erschließen möchte, den verweisen wir auf die angegebene Literatur.

 

 

Sinnvolle Natur - Menschengemeinschaft - Gesundheit

Die Entdeckungen von Dr. Hamer, die Schlussfolgerungen aus der Organismischen Biologie und einige Ergebnisse aus dem Bereich der Kritischen Patriarchats-Forschung - insoweit sie nicht in ideologische Kampfmuster verfällt - sind nicht nur bio-logisch verknüpfbar, sondern befruchten sich gegenseitig. Sie führen zu einer sinnvollen Zusammenschau und dem umfassenden Erkennen der wirklichen Ursachen der katastrophalen Zustände unserer Zivilisation und der Gesundheit jedes Einzelnen.

Erst das Zusammenfügen und eine schöpferische Weiterentwicklung der gesicherten Erkenntnisse erlaubt weitere Probleme des gesellschaftlichen Zusammenlebens und der persönlichen Gesundheit zu lösen, die bis jetzt nicht verständlich waren.

Sie sind der Kompass, der eine Orientierung in dieser Welt der Verkehrung erst wieder ermöglicht. 

Dadurch wird klar ersichtlich, dass es für die Gestaltung von menschlichen Gemeinschaften keine feststehenden Modelle oder Systeme geben kann. Leben ist immer in Bewegung und verlangt eine den jeweiligen Bedingungen entsprechende Antwort.

Egal ob Natur, die menschliche Gemeinschaft oder die Gesundheit, eine Verstehen erreicht man erst wenn man vom Ganzen her denkt und begreift.