Leben und Energie

Der Mensch in der Moderne redet immer viel über Energie und die Nachhaltigkeit in unserer Ökonomie und ob diese nach den Vorstellungen des ökobewußten Wohlstandsbürgers eine saubere sei.

Über die Frage was die Energie überhaupt ist oder welche Rolle sie in den organismischen Zusammenhängen der Erde und damit in unseren menschlichen Gesellschaften spielt, macht sich kaum jemand Gedanken.

Die allgemeine Auffassung ist: Sie steht uns über Ressourcen zur Verfügung und wir können sie in immer größerem Maße benutzen. Das einzige Problem scheint die Verschmutzung und die Endlichkeit der Ressourcen zu sein, deshalb braucht man dann einfach sogenannte "erneuerbare" Energien.

Hier unterliegt der Mensch aber einem fundamentalen Trugschluss. Die Grenzen und Möglichkeiten jeder menschlichen Gesellschaft sind mit ihrer Energienutzung und der Verfügbarkeit dieser Energie verbunden. Sie ist die entscheidende Grundlage für die Sicherung der Existenz menschlicher Gesellschaften und nicht der sogenannte wissenschaftlich-technische Fortschritt oder die ökonomische Organisation. Im Gegenteil diese sind ebenfalls abhängig von der verfügbaren Energie.

Dass Energie grundsätzlich mit dem Leben verbunden ist und eine übermäßige Aneignung durch den Menschen, einen Mangel und die entsprechenden Erscheinungen an anderer Stelle verursacht, wird überhaupt nicht in Betracht gezogen.

 

Es wird vollkommen ausgeblendet, dass der sogenannte Fortschritt der letzten hundert Jahre nicht auf dem hohen geistigen Niveau des Menschen, seiner Findigkeit seiner Bildung und seinem Fleiß beruhen, sondern auf einer unermesslichen Ausbeutung von Energie aus naturgegebenen Potentialen.

 

Seit dem Beginn der kommerziellen Erdölförderung wurden durch die fossilen Energieträger der modernen Welt eine Arbeitsleistung von 750 Milliarden menschlichen Arbeitsleben verbraucht.

Bildlich ausgedrückt mußte die ganze vorweggegangene  Menschheit siebeneinhalbmal wiederauferstehen, um ihr Arbeitsvermögen für unseren Wohlstand abzuliefern.

Daraus ergab sich in den letzten 200 Jahren eine rasante Entwicklung unserer Zivilisation, mit einer imposanten Beschleunigung auf allen Gebieten. Wir hatten es also nicht mit einem stabilen sondern explosionsartigen Prozess zu tun. Deshalb scheitern auch alle Modelle der Ökonomie und der Gesellschaftswissenschaften, weil sie diesen dynamischen Prozess, der jetzt in seine beschleunigte absteigende Phase einschwenkt nicht berücksichtigen.

 

Dieser energetische Höhenflug nähert sich rasant seinem Ende. 

Der Anteil der aufgewendeten Energie für die Gewinnung und Nutzbarmachung der Energieträger steigt seit Jahrzehnten ständig an und damit schrumpft der für unsere Wirtschaft wirklich nutzbare Anteil unaufhörlich. Das gilt für alle Energieträger, aber für die sogenannten erneuerbaren Energien ist die Ausbeute die geringste.

Deshalb wäre es angebracht, dass es zu einem radikalen Umdenken kommt.  Als Anregung haben wir die Texte im nächsten Abschnitt aufgeführt.


Globaler Primärenegieverbrauch

Diese Grafik vermittelt den explosionsartigen Anstieg des Verbrauches von Primärenergie in den letzten 70 Jahren. diese Ausbeutung von Energie ermöglichte den materiellen Reichtum eines Teils unserer Weltbevölkerung.

 

Der Gipfelpunkt dieser Entwicklung ist überschritten und das ist die Ursache warum unsere Zivilisation jetzt in beschleunigter Form in eine sozio-ökonomische Katastrophe schlittert.