Einige Texte zur Frage der Energie in unserer Gesellschaft

 

 

 

 

 

Obwohl in den hier gesammelten Texten die organismische Sicht auf das Energie-Problem nicht berücksichtigt wird, zeigen die Analysen deutlich, dass sich unsere Gesellschaft auf eine energetische Katastrophe hin bewegt.

 

„Entgegen allen Hoffnungen, die durch die Gegend wabern, bin ich absolut sicher, dass der Niedergang der Ölförderung nicht substituierbar ist.“

Thomas Hoof

 

 

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Thomas Hoof "Immer weniger von mehr - Das Ende der Reichlichkeit"
Das Bild, das Politiker und andere notorisch aufgekratzte Menschen von der Zukunft zeichnen, ist das eines dekarbonisierten, elektrifizierten, digitalisierten und roboterisierten Zeitalters.
Die zukunftsfrohe Rede ist allerdings so wolkig, daß sie bei kleingläubigen Zuhörern stets den Verdacht weckt, da gebe einer den Wegweiser, der nur sehr unklare Vorstellungen davon hat, wo er selbst zur Zeit sich befindet und wie es ihn dorthin verschlug.
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Thomas Hoof "Nachhaltigkeit als frommer Wunsch mit Vorbehalt"
Es ist ein überaus merkwürdiger Sachverhalt, daß eine Gesellschaft, deren materielles Funktionsprinzip tatsächlich nur auf dem Verzehr von Beständen
beruht, unablässig ihren Willen zur »Nachhaltigkeit« beteuert und damit verbal einem Prinzip huldigt, das Nutzungsentnahmen strikt auf das beschränkt, was pro anno nachwächst.
Daß diese Gelöbnisse frank und frei und ohne Stottern abgelegt werden, zeigt den Mangel an historischem Sinn und Klarblick.
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Thomas Hoof "Der Tanz auf der Nadelspitze"
Im Verlauf der letzten 100 Jahre vervierfachte sich die Weltbevölkerung, verzwanzigfachte sich die Weltwirtschaftsleistung und vervierzigfachte
sich der Primärenergieverbrauch. Ein Blick auf die entsprechenden Funktionsgraphen belehrt jeden neutralen Betrachter darüber, daß da keine »Entwicklung«, sondern eine Explosion stattgefunden hat – und daher bei nachlassendem Expansionsdruck mit herunterkommenden Trümmerteilen zu rechnen ist. Der Scheitelpunkt ist erreicht.
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Das ETP-Modell (Energy Total Production)
Folgerungen aus der hohen Förderenergie
Nur wenige Folgerungen will ich hier nennen:
1. Die verbleibenden Ölreserven werden nicht nur durch die Geologie bestimmt, und auch nicht
durch die wirtschaftlich förderbaren Reserven, sondern durch die Physik.
2. Deshalb sind die verbleibenden Welt-Ölreserven deutlich niedriger als von vielen Autoren
geschätzt und liegen z.B. unter den von Jean Laherrere angenommenen. Die HG sagt, dass 84 % des
energetisch förderbaren Öls bereits verbraucht sind.
3. Unkonventionelle Ölquellen wie Teersand, Shale oil oder polares Öl können nicht Nachfolger der
konventionellen werden, da sie mehr Förderenergie als konventionelles Öl benötigen.
4. Ölförderung benötigt einen Großteil der im Öl enthaltenen Energie selbst, so dass das
Aufrechterhalten der für die allgemeine Wirtschaft verfügbaren Ölmenge jährlich eine
Förderquotenerhöhung um etwa 1,2 % notwendig macht.
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