Bildung, Lernen und Verschulung  - Die Beschulungsideologie

Unser heutiges Schulsystem entspringt den revolutionären Veränderungen ab dem Ende des 18. Jahrhundert. Das Ziel dieser Revolution war das Brechen der Herrschaft des Adels und der Kirche. Dadurch sollte das Volk als Souverän etabliert werden.

Die Schule war bis dahin oftmals einem kirchlichen Monopol unterworfen und weitgehend dem Adel vorbehalten. Aus diesen Gründen folgte in diesen Zeiten die Forderung nach einer "Schule für alle". 

Sie beruht auf der Illusion das Kinder als Zöglinge erziehungsbedürftig sind und in den ersten Jahren ihres Daseins Wissen und Fertigkeiten akkumulieren müssen. Die Schule wird für diese Einspeicherung von Wissen als zuständig erklärt und damit der junge Lernende zum Schüler.

Neue biologisch-organismische Erkenntnisse zeigen eindeutig, das genau diese Verschulung die natürliche Dynamik der Entfaltung des Menschen lähmt. 

 

Die Beschulungsideologie reduziert das Leben und den Menschen auf ein einfaches rationales System. Sie etabliert immer das Weltbild der jeweils speziellen Herrschaftsform und garantiert damit deren Machtraum.