Die Grundlage und der entscheidende Maßstab für die Ausrichtung jeder Zivilisation ist ihr Naturverhältnis.

Wir brauchen ein Verständnis für das Leben, das die Natur nicht als ein Gegenüber betrachtet, sondern wieder als Raum empfinden lässt, in dem wir eingebunden sind und in den wir uns entfalten können.

 

In den vorhergehenden drei Abschnitten - Organismus - Die Verkehrung - Erkennen von Mustern - haben wir die Entdeckungen und Erkenntnisse vorgestellt, die eine Orientierung geben um dieses Verständnis wieder zu ermöglichen.

Sie stellen gleichzeitig eine Richtschnur für ein Handeln dar, das wieder zu einer gesunden natürlichen Gemeinschaft der Menschen führt.

 

Man kann diesen natürlichen Raum auch als einen "Klangraum" betrachten, der über seine Fähigkeit zur Selbstregulierung (Sukzession) ein beständiges dynamisches Gleichgewicht anstrebt.

Ein Teil dieser Selbstregulierung sind die Sinnvollen Biologischen Sonderprogramme der Natur. Phasen oder Teile dieser Programme wurden von der Medizin auf Grund der festgestellten Symptome als Krankheiten definiert. Da sie die organismischen Zusammenhänge nicht begreift, hält sie diese Zustände für Fehler der Natur und die Mediziner glauben mit Eingriffen von außen eine Heilung herbeiführen zu können. Dabei sind diese Sinnvollen Biologischen Sonderprogramme schon die Antwort der Natur auf einen Biologischen Konflikt. Diese Programme können nur in einem organismisch-sinnvollen Raum zu einer biologischen Lösung führen. Der Mensch in seiner Verkehrung hat diesen natürlichen Raum gestört und behindert damit eine biologisch sinnvolle Lösung. 

Der Mensch kann einen Naturzustand nicht herstellen, er kann nur die von ihm selbst errichteten Hindernisse für die Selbstregulierung beseitigen.